Brix-Werte

Das Maß für die lösliche Trockensubstanz in einer Flüssigkeit (und damit annähernd der Zuckergehalt) wird üblicherweise in "Grad Brix" (° Brix) angegeben. Indirekt erhält man hierdurch einen objektiven Wert des Reifegrades einer Frucht. Einige EG-Vermarktungsnormen (z.B. für Kiwis und Melonen) legen inzwischen fest, daß "hinreichend reife" Früchte im Sinne der Norm bestimmte Brix-Werte aufweisen müssen.

Die Maßeinheit ist benannt nach Adolf F. Brix, einem Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts, der 1870 diese Kalibrierung entwickelte, um den Zuckergehalt von Flüssigkeiten zu bestimmen.

In der Praxis werden heute zur Messung des Brix-Wertes Refraktometer eingesetzt, die eine schnelle und hinreichend genaue Bestimmung erlauben. Bei diesem Meßverfahren wird der Umstand ausgenutzt, daß sich in Abhängigkeit zur Menge der in einer Flüssigkeit gelösten Trockensubstanz der Lichtbrechungsindex der Flüssigkeit verändert.

Zur Messung werden einige Tropfen Probeflüssigkeit auf das Meßprisma des Refraktometers aufgebracht und gleichmäßig verstrichen. Die durch die Probeflüssigkeit bzw. die darin gelöste Trockensubstanz veränderte Lichtbrechung kann auf einer entsprechend kalibrierten Skala direkt in Grad Brix abgelesen werden.

 


(Stand: 30.04.2001)